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H1: Unglückliches Remis in Steinsfurt

In einer bis zur letz­ten Sekun­de span­nen­den und umkämpf­ten Par­tie muss­ten sich unse­rer Her­ren I am Ende mit einem 24:24 (10:13) Unent­schie­den beim TSV Phö­nix Steins­furt begnü­gen. Obwohl sich die Mann­schaft im Vor­hin­ein der schwe­re ihrer Auf­ga­be bewusst war, konn­te sich kurz nach Spie­len­de kei­ner so wirk­lich über den Punkt­ge­winn freu­en, was ange­sichts der dra­ma­ti­schen Schluss­pha­se und vor allem der denk­wür­di­gen und vor allem chao­ti­schen Schluss­se­kun­den durch­aus ver­ständ­lich war. Aber der Rei­he nach.

Nach einer aus­ge­gli­che­nen Anfangs­pha­se (3:3; 8 min.) kamen die Lei­me­ner immer bes­ser in Fahrt. Die Abwehr stand gut und so konn­ten eini­ge Gegen­stö­ße gefah­ren wer­den, aber auch im Posi­ti­ons­an­griff wur­den gute Lösun­gen gefun­den. Durch einen 7:1 Lauf konn­ten sich die Gäs­te so auf 10:4 (19.) absetz­ten. Doch dies soll­te nicht nur die höchs­te Füh­rung des Spiels blei­ben, der Vor­sprung schrumpf­te von nun an kon­ti­nu­ier­lich bis zum Ende der Par­tie.

In einer ziem­lich wil­den Pha­se, ver­pass­ten die Lei­me­ner es, mit einem beru­hi­gen­den Vor­sprung die Sei­ten zu wech­seln. Auch ein Pro­blem, dass vor allem in der zwei­ten Halb­zeit Spie­lern und mit­ge­reis­ten Zuschau­ern glei­cher­ma­ßen die Ner­ven rau­ben soll­te, trat nun zum ers­ten Mal in die­sem Spiel auf. Eine posi­tiv aus­ge­drückt rela­tiv nach­läs­si­ge Chan­cen­ver­wer­tung. Egal ob Kon­ter, frei aus dem Posi­ti­ons­an­griff oder von der Sie­ben­me­ter­li­nie, die Lei­me­ner lie­ßen eini­ge Chan­cen lie­gen und so wur­den beim Stand von 13:10 die Sei­ten gewech­selt.

Zwar konn­ten die Lei­me­ner zu Beginn der zwei­ten Hälf­te ihre Füh­rung kurz­zei­tig noch ein­mal auf 17:12 aus­bau­en, die Gast­ge­ber ant­wor­te­ten jedoch mit einem 5:0 Lauf, sodass beim 17:17(42.) der zeit­wei­se kom­for­ta­ble Vor­sprung voll­stän­dig ega­li­siert war. In der Schluss­pha­se ent­wi­ckel­te sich nun ein offe­ner Schlag­ab­tausch, in dem die Lei­me­ner zwar die meis­te Zeit knapp führ­ten, in der ent­schei­den­den Pha­se jedoch die Ner­ven zu ver­lie­ren schie­nen. Denn beim 23:22 (57.) führ­te auf ein­mal Steins­furt, zum ers­ten Mal seit der 6. Spiel­mi­nu­te. Durch Tore von Ömer Tan­ri­ver­di und Mat­thi­as Ham­brecht kor­ri­gier­ten die Lei­me­ner dies jedoch schnell wie­der und so führ­ten die Gäs­te 30 Sekun­den vor Schluss, als die Gast­ge­ber ihre letz­te Aus­zeit nah­men. Die Lei­me­ner ver­tei­dig­ten zwar Auf­op­fe­rungs­voll im letz­ten Angriff der Par­tie, konn­ten den Aus­gleich 2 Sekun­den vor Schluss durch einen Frei­wurf jedoch auch nicht ver­hin­dern. Die Tat­sa­che, das bei der Aus­füh­rung des letz­ten Frei­wur­fes ein Steins­fur­ter Spie­ler noch zwi­schen 6 und 9 Meter­raum stand, sorg­te anschlie­ßend noch für hit­zi­ge Dis­kus­sio­nen auf dem Feld, die die Schieds­rich­ter durch ein nicht son­der­lich sou­ve­rä­nes Auf­tre­ten auch nicht zu ver­hin­dern wuss­ten.

„Spie­ler des Spiels”:

Abschlie­ßend soll noch unse­re neue Rubrik, der Spie­ler des Spiels nicht uner­wähnt blei­ben. In die­sem Spiel führt dabei kein Weg an Micha­el Kempf vor­bei, der durch sei­ne außer­ge­wöhn­lich Leis­tung und vor allem sei­ne inter­es­san­ten Tor­ab­schlüs­se ver­stand Mit­spie­ler und Zuschau­er zu über­ra­schen und zum stau­nen zu brin­gen.

Es spiel­ten: Bor­chert (Tor), Kempf (2/1), Schma­ger (6), Ham­brecht (5), Ber­ni­ckel, Kai­ser (3), Koch, Tan­ri­ver­di (7), Vik­to­rov (1)